Ein Spieleabend mit der Familie

Nichts formt die Beziehungen in einer Familie so sehr wie gemeinsame Unternehmungen. Bei einem Spieleabend muss man nicht einmal das Haus verlassen, und trotzdem kann es so aufregend werden wie bei einer Abenteuer Safari. Spannung, Spaß und viele amüsante Situationen sind programmiert.
Zunächst müssen solche Spiele gewählt werden, die eine gewisse Chancengleichheit zwischen Erwachsenen und Kindern herstellen. Das kann man natürlich auch mit der Bildung ausgeglichener Teams erreichen, aber es sollte sich immer um Spiele handeln, die von Kindern, Eltern und – wenn möglich – auch von den Großeltern besonders gemocht werden. Will man etwas Neues ausprobieren oder den Mitspielern eine andere Spielart schmackhaft machen, empfiehlt sich immer ein “Warm up” mit den Lieblingsspielen der Kinder. Diese sind in der Regel recht kurz und bieten schon einmal die ersten Erfolgserlebnisse. Alle Eltern kennen die Gewitztheit ihrer Kinder beim Memory oder Mau-Mau, denen der erwachsene Verstand meist nur wenig entgegenzusetzen hat.
Mehrere Spiele sind ohnehin die bessere Variante als eine Mammut-Version. Monopoly ist ein tolles Spiel, aber es kann sich auch sehr lange hinziehen. Ist ein Kind pleite, hat es keinen Spaß mehr an dem Spiel und macht seinem Frust dann gern auch Luft. Davor sind selbst Erwachsene nicht gefeit, ganz zu schweigen von den Tränen beim Verlust der Königsallee. Spiele mit einer Dauer von 30 Minuten bis höchstens eine Stunde erhalten die Spielfreude und vor allen Dingen die Revanche-Möglichkeiten. Diese können dann ja durchaus auch in einem anderen Spiel befriedigt werden. Der Wechsel der Spielarten sorgt zudem für mehr Erlebnisreichtum an einem solchen Abend. Wenn z.B. ein Würfelspiel wie Mensch-ärgere-dich-nicht oder Malefiz als Auftakt gewählt wurde, machen sich ein Strategiespiel wie “Die Siedler von Catan” oder Fragespiele im Anschluss gut. Wer im ersten Anlauf am mangelnden Glück gescheitert ist, kann es hier mit kluger Taktik probieren. Bewegung muss unbedingt sein! Nur am Tisch sitzen ermüdet irgendwann. Ein guter Kompromiss ist “Activity”, möglichst unter Einbeziehung des ganzen Raumes bei der Aufgabenerfüllung.
Ist der Abend nicht so erfolgreich für die Kinder gelaufen, muss es ein “all in one” geben – wer in einer letzten kurzen Spielart (z.B. Würfeln) gewinnt, hat alles gewonnen.