Taschengeld

Wenn unsere Kinder meinen, sie müssten ihr Geld für Sinnloses ausgeben, dann machen wir da schon einen Unterschied, wie sinnlos der jeweilige Gegenstand wohl ist. Wenn die Kinder sich etwas kaufen wollen, das absolut überteuert ist, dann sagen wir ganz klar „Nein“. Wollen sie eine Zeitung kaufen, nur weil da ein Gegenstand als Gratiszugabe dranhängt, dann erlauben wir das auch, sofern die Zeitschrift altersgerecht ist. Die Kinder gucken meist in die Zeitschrift rein und sind dann bei vielen Bildern neugierig und lesen.

Wenn das Kind sein Geld für Süßigkeiten ausgeben will, dann kann es das in einem gewissen Grad tun. Allerdings weise ich stets darauf hin, dass wir immer etwas Süßes im Haus haben. Die Kinder können auch „in Maßen“ darüber verfügen.

Je nach Alter des Kindes überlassen wir dem Kind die Entscheidung. Ein 10-Jähriger hat schon einen anderen Bezug zum Geld als ein 5-Jähriger. Und so nutzen wir diese sinnlosen Ausgaben auch gerne mal als „Lehrbeispiel“. Der Große (10) hat gemeint, er müsse unbedingt einen Euro in so eine Greifer-Maschine reinwerfen, bei der die Chance besteht, dass ein toller „Mini-Gameboy“ rauskommt. Es hat natürlich nicht funktioniert. Das Gejammer war groß, denn schließlich war das Geld ja weg und es gab keine Gegenleistung dafür, außer ein paar Sekunden bangen, ob das Ding nun am Greifer hängt oder nicht.

Beim 5-Jährigen würde ich es niemals erlauben, dass er sein Geld so wegwirft. Dem rate ich lieber sein Geld zu sparen und sich dann, wenn das Geld reicht, davon Spielsachen zu kaufen, die einen gewissen Beitrag zu seiner Entwicklung beitragen: etwas zum Bauen oder einen Fußball.

Dürfen Eure Kids mit dem Taschengeld machen was Sie möchten? Wir freuen uns auf Eure Meinung!